Fialkowska, Janina

Die internationale Karriere der in Montreal geborenen Pianistin Janina Fialkowska führt regelmäßig in die Musikzentren dieser Welt. Die „Grande Dame“ der kanadischen Pianisten wird von Publikum und Presse stürmisch gefeiert: „Die Virtuosin aus Montreal ist noch immer Weltklasse“ titelte unlängst der „Toronto Star“.

Janina Fialkowska bekam ihren ersten Klavierunterricht im Alter von vier Jahren von ihrer Mutter. Der Abschluss an der Universtät von Montreal erfolgte mit 17 Jahren. Weitere Studien folgten in Paris bei Yvonne Lefebure und bei Sacha Gorodnitzki an der New Yorker Juillard School of Music, wo sie später selbst für fünf Jahre unterrichtete.

Wesentlich beeinflusst wurde ihre Karriere im Jahr 1974 durch den legendären Arthur Rubinstein, der sie bei dem nach ihm benannten ersten Klavierwettbewerb in Israel, aus dem sie als Preisträgerin hervorging, hörte und daraufhin zu ihrem Mentor wurde.

Janina Fialkowska ist regelmäßig Gast der großen Orchester der USA und Kanadas wie z.B. des Chicago Symphony, des Cleveland Orchestra, des Los Angeles Philharmonic, des Philadelphia Orchestra, des Pittsburgh Symphony, des Orchestre Symphonique de Montréal und des Toronto Symphony. In Europa konzertierte sie mit so bedeutenden Orchestern wie u.a. dem Concertgebouw Orkest Amsterdam, dem London Philharmonic, dem Orchester der BBC London, dem Londoner Royal Philharmonic, den Warschauer Philharmonikern sowie dem Orchestre National de France; sie war außerdem Gast beim Israel Philharmonic, dem Hong Kong Philharmonic und dem Osaka Philharmonic unter Dirigenten wie Charles Dutoit, Bernard Haitink, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Sir Roger Norrington, Sir Georg Solti, Leonard Slatkin, Stanislaw Skrowaczewski und vielen anderen.

Sowohl auf dem Konzertpodium als auch auf zahlreichen CDs hat sich die Pianistin einen besonderen Ruf als Chopin-, Mozart- und Liszt-Interpretin erworben. So wurde sie ausgewählt, das wiederentdeckte 3. Klavierkonzert von Franz Liszt mit dem Chicago Symphony Orchestra 1990 uraufzuführen.

Ihre Diskographie umfasst zahlreiche Aufnahmen von Solo-Klavierwerken bzw. mit Orchester von u.a. Chopin, Liszt, Moszkowski, Mozart, Paderewski, Szymanowski.

Mit „Piano six“ gründete Janina Fialkowska ein mit vielen Preisen ausgezeichnetes Projekt mit international renommierten kanadischen Pianisten, die in den entlegensten Gegenden Kanadas Klavierabende und in Schulen und Universitäten Kurse geben. In der Zwischenzeit mauserte sich das erfolgreiche Projekt zu „Piano Plus“, das nun auch andere Instrumentalisten und Sänger miteinbezieht.

Das 1992 produzierte Portrait der Pianistin: „The World of Janina Fialkowska“, erhielt beim Internationalen Film Festival von San Francisco den Spezialpreis der Jury.

Im Herbst 2002 wurde Janina Fialkowska zum “Officer of the Order of Canada” ernannt, eine der höchsten zivilen Auszeichnungen ihres Heimatlandes. 2006 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Acadia University, einer der ältesten Universitäten Kanadas, verliehen.

Im Januar 2002 wurde die Karriere der Pianistin durch die Entdeckung eines bösartigen Tumors in ihrem linken Oberarm dramatisch unterbrochen. Die erfolgreiche Entfernung der Geschwulst bedeutete allerdings auch den vorübergehenden Verlust des Einsatzes ihres linken Armes für mehrere Monate. In dieser Zeit schrieb sie ein Buch über ihre Krankheit und ihr Leben und spielte die “Konzerte für die linke Hand” von Ravel und Prokofjew, die sie – gezwungenermaßen – mit der Rechten spielte. Nach einer weiteren, in dieser Art erstmals in New York durchgeführten Muskelverpflanzung begann sie wieder beidhändig zu spielen und kehrte im Januar 2004 auf die Podien der interntionalen Konzertszene zurück.

Ein prall gefüllter Terminkalender bescherte Janina Fialkowska im Chopin-Jahr 2010 viele Konzerte diesseits und jenseits des Atlantiks mit Auftritten u.a. in Montreal, Toronto, Vancouver, Chicago, Minneapolis-St.Paul, Chicago sowie in London (Evening Standard: „Wir hatten viele gefeierte Chopin-Interpreten in diesem Jahr in London, Zimerman, Pollini und Yundi Li unter ihnen, aber bei keinem stockte mir der Atem so wie bei der Fialkowska … Sagen Sie alle Termine ab, falls Sie eine Möglichkeit haben sie zu hören“). Und Joachim Kaiser, nach den Konzerthöhepunkten 2010 gefragt nannte zwei Namen, (zuerst) den Janina Fialkowkas und (dann) den des Stardirigenten Christian Thielemanns.

Ihr Debüt im Bereich des historischen Aufführungspraxis mit Konzerten des 1.Klavierkonzerts von Chopin auf einem Pleyel Flügel von 1848 mit dem Tafelmusik Orchestra wurde vom Toronto Star zum „denkwürdigsten Klassik Konzert des Jahres“ gekürt.

Ein von Chopin inspiriertes, von John Burge für Janina Fialkowska geschriebenes Klavierkonzert, wurde von ihr im September 2010 uraufgeführt und erfuhr Aufführungen mit drei verschiedenen Orchestern innerhalb von zwei Monaten.

Im Sommer 2010 gab die Pianistin ihr Debüt beim Schleswig Holstein Musikfestival und wurde sofort für 2011 für einen Klavierabend sowie eine Meisterklasse wiedereingeladen.

Im September fand die erste „Internationale Klavierakademie“ im bayerischen Marktoberdorf statt. Aufgrund des großen Erfolgs der Veranstaltung wird daraus eine jährliche Einrichtung werden.

Im Jahr 2011 stehen für Janina Fialkowska mehrere Debüts an, wie z.B. mit dem Stuttgarter Radiosinfonieorchester, dem Musikkollegium Winterthur sowie beim Internationalen Klavierfestival Singapur. Sie freut sich außerdem auf ihre Rückkehr zum Schleswig Holstein Musikfestival, auf die 2.Internationale Klavierakademie in Marktoberdorf sowie auf die Produktion von drei neuen CDs.

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